Der US-amerikanische Reisekonzern Expedia (WKN: A1JRLJ) hat seine Zahlen für das vierte Quartal 2021 veröffentlicht. Auch gegenüber dem Vergleichsquartal aus dem Jahr vor der Pandemie konnte der Umsatz deutlich anwachsen. Die Expedia Aktie war bereits vor dem Geschäftsbericht auf einen neuen Rekordwert geklettert.

Umsatz Expedia Q4 2021

Expedia hat in der vergangenen Periode 2,3 Milliarden US-Dollar umgesetzt, 17 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2019. Der Umsatz war in 2020 aufgrund des flächendeckend lahmgelegten Reiseverkehrs stark eingebrochen und das Unternehmen erzielte starke Verluste. Mit 1,73 Milliarden ist die Sparte „Einzelhandel“ der wichtigste Faktor in der Entwicklung des Konzerns. Es folgen „B2B“ (481 Millionen) und „Trivago“ (99 Millionen Euro). Mit Blick auf das Gesamtjahr betrug der Umsatz 8,6 Milliarden US-Dollar. 2021 war für den Reisemarkt trotz des Auftretens neuer Virusvarianten deutlich entspannter als das Vorjahr. Dementsprechend hat sich auch der Jahresumsatz mit einem Wachstum von 65 Prozent wie erwartet sehr deutlich erholt.

Gewinn je Aktie Expedia Q4 2021

Der Gewinn des Reisekonzerns lag mit 276 Millionen US-Dollar in Q4 recht deutlich über den Erwartungen. Im Jahr zuvor hatte Expedia noch einen Verlust von 412 Millionen US-Dollar zu verzeichnen. Je Expedia Aktie wurden damit 1,70 US-Dollar verdient. Die Zahlen ändern nichts daran, dass der Konzern im Gesamtjahr dennoch Geld verloren hat. Allerdings betrug der Verlust mit 269 Millionen US-Dollar nur etwa ein Zehntel des Minus aus 2020.

Expedia Aktie schon vorher auf Allzeithoch

Die Expedia Aktie hat Anleger bereits vor der Präsentation der neuen starken Zahlen überzeugt. Das Wertpapier bewegt sich seit gestern auf seinem bislang höchsten Wert. Es überrascht schon ein wenig, dass der Konzern in einem noch immer von Delta- und Omikron-Varianten gebremsten Geschäftsjahr so gut performt hat. Für mich ist das ein gutes Zeichen, dass es auch in einem sich weiter normalisierenden 2022 weiter nach oben gehen kann. Alles in der Gewissheit, dass neu auftretende Virus-Typen die Situation auch rasch wieder ändern können.

Julian besitzt keine der im Artikel erwähnten Aktien.