Der deutsche IT-Konzern Bechtle (WKN: 515870) hat seine vorläufigen Quartalszahlen präsentiert. Die gute Entwicklung im ersten Quartal konnte nun auch im Q2 fortgesetzt werden. Bechtle trotz damit den andauernden weltweiten Lieferengpässen, die sich besonders stark in der IT-Hardware-Branche zeigen. Auch wenn die endgültigen Zahlen erst Mitte August kommen: Die Zeichen bei der Bechtle Aktie stehen weiter klar auf Wachstum. Das unterstreicht auch ein Großprojekt in Hamburg, das der Konzern bereits im Juni verkündet hat.

Vorläufiges Q2-Ergebnis

Von April bis Juni setzte Bechtle 1,4 Milliarden Euro um. Das sind rund 13 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In der knappen Unternehmensmitteilung ging der Konzern nicht weiter auf die genauen Wachstumstreiber ein. Im ersten Quartal sorgte vor allem ein starkes Online-Geschäft für ordentlich Vorschub. Ob dies nun auch der Fall war, erfahren wir am 11. August. Dann kommen die endgültigen Zahlen im ausführlichen Bericht. 

Vom Umsatz blieben am Ende etwa 88 Millionen Euro Gewinn übrig. Das ist ein Sprung um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Bechtle Aktie entwickelte sich mit plus sechs Prozent bisher sehr positiv nach den Zahlen. Anleger würdigten hier wohl vor allem das Übertreffen der Erwartungen des IT-Konzerns. Das Bechtle-Management selber hatte mit etwa zehn Millionen Euro weniger Gewinn gerechnet. 

Neuer Logistik-Gigant und mehr Nachhaltigkeit?

Sehr optimistisch ist man in Neckarsulm dafür mit Blick auf die weitere Entwicklung in den nächsten Jahren. Bereits Ende Juni verkündete Bechtle den Ausbau der eigenen Logistik-Kapazitäten. Und der Konzern spricht hier nicht etwa von einem langsamen Ausbau. Auf einen Schlag verdoppelt der Konzern die Logistikflächen. Die neu angemietete doppelstöckige Immobilie in Hamburg bringt zusätzlich rund 21.000 Quadratmeter. 

„Für unser geplantes Wachstum, das bis 2030 ein Geschäftsvolumen von 10 Milliarden Euro vorsieht, war die Entscheidung für einen weiteren Logistik-Hub eine notwendige Voraussetzung. Wir arbeiten bereits auf Hochtouren daran, unser extrem ausgefeiltes Logistikkonzept nicht nur in Neckarsulm, sondern künftig auch in Hamburg zum Einsatz zu bringen. Die Erweiterung wird unsere aktuell sehr angespannte Logistiksituation am Bechtle Campus deutlich entspannen.“

Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG

Ein Schritt, der nicht nur aus quantitativer Perspektive Sinn macht. Denn Bechtle kann durch den nördlichen Standort in Hafennähe zum einen die Strecke der über den Seeweg gelieferten IT-Produkte verkürzen. Und auch die Lieferwege zum Endkunden können spürbar verkleinert werden. So sollen Kunden in Norddeutschland primär über das neue Logistik-Zentrum bedient werden. Bechtle spricht in seiner Meldung von einer deutlichen „CO2-Einsparung im Bereich der Transportemissionen”. Der Schritt ist somit auch ein weiteres logisches Glied in der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Bis 2030 wolle man in den kontrollierbaren Bereichen CO2-neutral werden.  

Bechtle-Aktie mit ordentlich Vorschub!

Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender bei Bechtle, will bis zum Ende des Jahrzehnts im Geschäftsvolumen zweistellig werden. Die Ergänzung des bisherigen Großlagers in Neckarsulm ist dabei ein essenzieller Schritt, der die Handlungsfähigkeit des Konzerns deutlich erweitern kann. Im Rahmen der Präsentation des endgültigen Zahlenwerks werden wir für euch noch einmal detaillierter auf die Ziele und Strategien des IT-Spezialisten blicken. Die Bechtle Aktie bleibt für uns ein klarer Top-50 Kandidat aus Deutschland, auf dessen weitere Entwicklung wir positiv gespannt sind!

Julian besitzt keine der im Artikel erwähnten Aktien.