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Quelle: Nestlé Media Center
Quelle: Nestlé Media Center

Nestlé Aktie – Ankerkraut-Kauf erhitzt die Gemüter

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Der Nahrungsmittel-Riese Nestlé (WKN: A0Q4DC) schlägt beim Hamburger Gewürzhändler Ankerkraut zu. Bekannt ist das Start-Up besonders durch die TV-Show Höhle der Löwen. Erst Ende letzten Jahres hatte Nestlé-Konkurrent Kraft Heinz mit Just Spices ebenfalls ein deutsches Gewürz-Start-Up aufgekauft. Sollten die Kartellämter den Deal durchwinken, wird Nestlé strategischer Partner und Mehrheitsaktionär bei Ankerkraut.

Die Ankerkraut-Gründer präsentierten ihr Unternehmen Jahr 2016 bei der beliebten Gründer-Sendung auf VOX. Mit 1,5 Millionen Euro bewerteten die Experten den Konzern damals. Heute setzt Ankerkraut bereits rund 50 Millionen Euro um. Nun will Nestlé in etwa 85 Prozent der Anteile übernehmen. Der Rest soll in den Händen der Gründer und des Managements von Ankerkraut bleiben. Wie viel Nestlé dafür auf den Tisch legen muss, wurde nicht öffentlich kommuniziert. Eine Größenordnung ähnlich der Akquisition durch Kraft Heinz gilt aber als wahrscheinlich. Just Spices war zum Zeitpunkt des Kaufs bei einem Umsatz von 60 Millionen Euro mit 190 Millionen Euro bewertet worden. 

Ankerkraut und Nestlé: Vielen passt das nicht

Dem Spiegel sagten die Ankerkraut-Gründer Anne und Stefan Lemcke: „Wir haben Nestlé als ein ganz tolles, cooles Unternehmen kennengelernt und sind begeistert, sie als Partner zu haben.“ Eine Begeisterung, welche die Werbe-Community des hippen Gewürzhändlers nicht unbedingt teilt. Bislang haben sich bereits 20 werbende Influencer wegen des Nestlé-Deals von Ankerkraut distanziert. Darunter bekannte Internet-Größen wie LeFloid (685.00 Instagram-Follower) oder die Gaming-Streamerin Shurjoka (224.00 Twitch-Abonnenten). 

Eine solche Reaktion hat Nestlé wohl erwartet. Der größte Nahrungsmittel-Konzern hat in einem wesentlichen Teil der Social-Media-Welt seit Jahren einen schlechten Ruf. Zahlreiche Skandale haben das Unternehmen über die Jahre für viele zum Symbol für kapitalistische Ausbeutung auf Kosten anderer gemacht. Ein Image, das der Konzern nur schwer wieder loswird. Die Ankerkraut-Gründer sprechen von einem ganz anderen Eindruck. Man habe sich vorab „sehr gründlich über Nestlé informiert und das Gefühl, dass Nestlés Ruf schlechter ist, als das Unternehmen an sich“.  Unabhängig davon ist Ankerkraut in den sozialen Medien breit genug aufgestellt, um einen solchen Backlash zu verkraften. Der Konzern führt eine dreistellige Zahl an Kooperationen im Gaming- und Lifestyle-Bereich. 

Nestlé Aktie: Wertvolle Peanuts für den Nahrungsmittel-Riesen

Im vergangenen Jahr setzte Nestlé rund 87 Milliarden Schweizer Franken um. Bedeutet: In 2021 hätten die Geschäfte von Ankerkraut gerade einmal knapp 0,05 Prozent des Gesamtumsatzes vom Schweizer Nahrungsmittel-Konzern ausgemacht. Die Ziele hinter dem Kauf gehen aber über die reine Umsatzsteigerung hinaus. So hat man es bei Nestlé besonders auf das Know-How von Ankerkraut im Bereich Omnichannel abgesehen. Laut Nestlé-Deutschlandchef Marc Boersch könnten beide Unternehmen voneinander lernen. Zum Beispiel, „wie Marken aufgebaut werden, Trends aufgegriffen werden und Innovationen entstehen, oder wie ein Portfolio erfolgreich wachsen kann“.

Ich persönlich halte den Schritt für mutig und bin gespannt, wie sich das Medienecho noch auf die Ankerkraut-Umsätze auswirken wird. Beim Gewürz-Händler hofft man noch, dass der ein oder andere Werbepartner doch an Board bleibt. Für Nestlé geht es darum, ein hippes Start-Up, deren Kundschaft einem nicht gerade wohlgesonnen ist, erfolgreich zu integrieren. Es ist unklar, ob die vielen Shitstorms in der Vergangenheit dem Schweizer Konzern bislang überhaupt geschadet haben. Die Nestlé Aktie bleibt eine interessante langfristige Anlageoption für mich.

Julian besitzt keine der im Artikel erwähnten Aktien.

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