Der US-amerikanische Zahlungsdienstleister der Mastercard Aktie (WKN: A0F602) geht eine Partnerschaft mit Coinbase ein. Coinbase ist eine  große Handelsplattform für Kryptowährungen, auf der man in Zukunft auch sogenannte NFT (Non-Fungible Token) kaufen kann. Auf einem Großteil der NFT-Marktplätze muss man sich zunächst Kryptowährungen zulegen, um mit NFTs handeln zu können. Durch die Kooperation mit Mastercard soll dies auf Coinbase zeitnah auch direkt über die Kreditkarte mit Standardwährungen möglich sein. Die Mastercard Aktie hat von der zunehmenden Kreditkarten-Nutzung in Pandemie-Zeiten profitiert. Mit der Übernahme des Cybersecurity-Spezialisten CipherTrace im vergangenen Jahr und nun dem Deal mit Coinbase will der Konzern im Zukunftsmarkt Kryptowährungen für weiteres Wachstum sorgen.

Was sind NFT?

Non-Fungible Token bedeutet auf Deutsch etwa „Nicht-austauschbarer Token“. Dies beschreibt auch schon eine der wichtigsten Eigenschaften von NFTs: Sie sind nicht austauschbare, einzigartige digitale Güter und unterscheiden sich so maßgeblich von Kryptowährungen wie dem Bitcoin. Besitzt man beispielsweise 100 Bitcoins, so ist es unerheblich, mit welchem Bitcoin man bezahlt oder handelt. Denn jeder Bitcoin hat den gleichen Wert. Der Wert von verschiedenen NFTs variiert dahingegen. Sie basieren auf der Blockchain-Technologie. Eine detaillierte Erklärung von NFT würde den Rahmen des Artikels sprengen. Wir werden den Krypto-Trend in einem separaten Artikel bald noch einmal ausführlich behandeln.

Wie Mastercard und Coinbase zusammen passen

NFTs sind derzeit bei vielen Anlegern sehr interessant. Es wäre allerdings nicht der erste Krypto-Hype, der sich als heiße Luft entpuppt und nach kurzer Zeit wieder verschwindet. Die Kooperation ist risikobehaftet, könnte zu diesem Zeitpunkt aus unterschiedlichen Gründen aber durchaus sinnvoll sein. Die Mastercard Aktie kann mit seinem großen Kundenstamm das NFT-Publikum deutlich erweitern und „die nächste Evolution des digitalen Handels auslösen“. Im Statement zum Deal vergangenen Woche sagte Raj Dhamodharan aus dem Management der Mastercard-Aktie: „Mehr Menschen auf sichere Weise zu involvieren, ist vielleicht der beste Weg, um den NFT-Markt zum Blühen zu bringen.“ Die vorher getätigte Übernahme des auf Blockchain-Security spezialisierten CipherTrace solle demnach dazu genutzt werden, um die Sicherheit der Kunden beim Kauf von NFTs zu erhöhen. 

Metaverse mit großem NFT-Potenzial

Darüber hinaus sieht Mastercard in Zukunft ein „noch größeres Potenzial für die den NFTs zugrundeliegende Technologie“. Ein Stichwort, welches in den letzten Wochen in diesem Zusammenhang immer wieder fällt, ist das Metaverse. Hier könnte der Bedarf für eine Technologie, die Originalität und Einzigartigkeit digitaler Güter bestätigen und gewährleisten kann, stark ansteigen. Erste Marken verkaufen bereits digitale Pendants zu ihren physischen Gütern. So hat Gucci digitale Handtaschen in Form von NFTs herausgebracht, die für tausende Dollar verkauft werden. Eine Mischform bietet Nike an. Der Konzern verkauft zu bestimmten Sneakern zeitgleich ein NFT, womit der Käufer den Schuh beispielsweise auch im Metaverse digital nutzen könnte. Es bleibt abzuwarten, ob sich die NFT-Technologie auch langfristig und flächendeckend durchsetzt. Auch wenn die Mastercard Aktie aus meiner Sicht weiterhin interessant ist. Der Coinbase-Kooperation trägt zu dieser Meinung derzeit wenig bei.

Julian besitzt keine der im Text erwähnten Aktien