Im vergangenen Jahr konnte der deutsche Sportartikelhersteller Puma (WKN: 696960) Rekordumsätze einfahren. Der Konzern aus Herzogenaurach veröffentliche gestern seine Zahlen für das letzte Quartal 2021. Während sich die Region „Amerika“ weiter rasant entwickelt, nimmt das Geschäft im wichtigsten Branchenmarkt China immer weiter ab. Grund dafür sind vor allem politische Spannungen. Auch das Geschäft im laufenden Jahr könnte stark davon geprägt werden.

Umsatzentwicklung variiert je nach Region

Im letzten Quartal konnte der Konzern um die Puma Aktie 1,77 Milliarden Euro umsetzen. Das sind 14 Prozent mehr als im Zeitraum des Vorjahres. Die kleinste Sparte „Accessoires“ (+17 %) wuchs gemeinsam mit dem wichtigsten Geschäftsfeld „Footwear“ (+15,6%) am stärksten. Auch das sehr umsatzstarke Segment „Kleidung“ (+11,7 %) entwickelte sich gut. Mit Blick auf die jeweiligen Regionen wird jedoch klar, dass die guten Zahlen ein großes Problem des Konzerns verdecken. In der abgelaufenen Periode ist das Geschäft im Raum „Asien/Pazifik“ um über fünf Prozent eingebrochen. Grund dafür sind starke Umsatzrückgänge in China. Das Reich der Mitte ist der größte Einzelmarkt für die Sportartikelbranche. Chinas Führung hatte nach der berechtigten internationalen Kritik an der Menschenrechtslage im Land zum Boykott westlicher Marken aufgerufen. Seit dem gehen die Umsätze dort zurück. Auch während der Olympischen Winterspiele war es quasi unmöglich, mit chinesischen Athleten zu werben. Der Konzern hofft nun auf eine Verbesserung der Lage. 

Im umsatzstärksten Markt „Amerika“ konnte Puma dafür um über 30 Prozent zulegen, in „EMEA“ um knapp 15 Prozent. Letzterer wird durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine ebenfalls negativ betroffen werden. Die als drastisch angekündigten Sanktionen könnten hier zu einem Erliegen der Geschäfte führen. Beide Länder zusammen machen jedoch nur etwa fünf Prozent des Gesamtumsatzes aus. 

Puma Aktie geht DAX-Verluste mit

Der begonnene Krieg im Osten Europas hat die Weltbörsen erschüttert. Um über fünf Prozent sackte der deutsche Aktienindex unter die 14.000er Marke ab. Diese Entwicklung ging auch die Puma Aktie. Insgesamt ist der Kurs in den letzten Tagen sogar um über acht Prozent gefallen. Der Konzern hat kaum Einfluss auf die Entwicklung im chinesischen Markt. Aus meiner Sicht wird die Region jedoch eine Schlüsselrolle für ein mögliches langfristiges Wachstum der Marke spielen. Daher lautet meine Devise derzeit: Abwarten. 

Julian besitzt keine der im Text erwähnten Aktien.