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Vonovia Aktie: Wird der Neubau nächstes Jahr zu teuer?

Der Wohnungsbau wird für Konzerne wie die Vonovia (WKN: A1ML7J) immer teurer. Nach einer Umfrage des Hauptverbands der deutschen Bauindustrie klagen 90 Prozent der Unternehmen über Preissteigerungen. 80 Prozent haben Probleme bei der Lieferung von Material. Ein großer Faktor ist hierbei der Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Aus beiden Ländern kommen eine Reihe wichtiger Baustoffe, die jetzt oft nicht mehr verfügbar sind. Zudem schwäche die drakonische Corona-Politik in China die ohnehin schon schwachen Lieferketten. Was bedeutet die Entwicklung für die Vonovia Aktie?

Die Auftragsbücher sind prall gefüllt

Laut Hans Maier, dem Direktor des Verbands der bayerischen Wohnungswirtschaft, gab es im Jahr „2021 Rekordfertigungszahlen“. Und auch in diesem Jahr liefe der Neubau von Wohnungen gut. Allerdings werden wir „einen Einbruch im Jahr 2023 erleben“. Der Grund: Baufirmen handeln in der Regel bereits vor Baubeginn Festpreise aus. Da die Preise derzeit in kürzester Zeit immer wieder rasant ansteigen, ist es quasi unmöglich heute abzuschätzen, wie teuer ein im nächsten Jahr getätigter Bau werden wird. Somit haben Bauunternehmen derzeit ein großes Risiko, durch Neubau-Projekte Verluste zu machen. Um dem Vorzubeugen gibt gut ein Drittel der Baukonzern keine neuen Angebote mehr ab. Dabei sei die Nachfrage momentan riesig und die Auftragsbücher prall gefüllt. Laut Maier wird es „Einbrüche geben, und zwar deutliche“.

Wie ist die Situation bei der Vonovia Aktie?

Vonovia realisiert die eigenen Neubauprojekte über den internen Bauträger Buwog Development, kurz Buwog. Projekte, die von der Buwog derzeit realisiert werden, sind noch nicht von den neueste starken Preissteigerungen betroffen. Denn zu Beginn eines Projektes werden mit den ausführenden Unternehmen Festpreise verhandelt. Laut Eva Weiß, der Geschäftsführerin der Buwog, „haben solche Preisschwankungen normalerweise keine kurzfristigen Auswirkungen” auf das Neubaugeschäft und „die Preise der aktuell angebotenen Eigentumswohnungen“. Die langen Vorlaufzeiten könnten bei der Vonovia also dafür sorgen, dass die negativen Effekte erst ab 2024 wirklich zum tragen kommen.

Zukauf der Adler Group als Ausweg?

Wenn der Neubau komplizierter wird, bleibt der Vonovia ja noch immer der Zukauf kleinerer Immobilienkonzerne. Ein Kandidat, dessen Name hierbei immer wieder fällt, ist die Adler Group. Die Vonovia ist an der bereits mit etwa 20 Prozent beteiligt. Nachdem die Adler Group im Herbst 2021 vom Leerverkäufer Fraser Perring des Betrugs und der Manipulation beschuldigt wurde, sackte die Aktie deutlich ab. Der geringe Preis könnte also eine Gelegenheit für den deutschen Immobilienriesen darstellen, den Konkurrenten aus Luxemburg zu übernehmen. Auf der Hauptversammlung erteilte Vonovia-Chef Rolf Buch dem nun jedoch erstmal eine klare Absage. Es sei „aktuell nicht die richtige Zeit für größere Zukäufe“. Das sagt er auch vor dem Hintergrund der teuren Übernahme der Deutsche Wohnen im vergangenen Jahr. Zur Umsetzung des Deals hat die Vonovia rund 19 Milliarden Euro locker gemacht und sich stark verschuldet. Deswegen scheide „ein weiterer Zukauf von Adler-Aktien” laut Buch vorerst aus.

Vonovia Aktie: Stark genug für die Krisen?

Bei der Präsentation der aktuellen Quartalszahlen ging auch der Vonovia-Chef auf die steigenden Baupreise ein. Durch die Sanktionen gegen Russland habe sich die Preissteigerungen in 2022 noch einmal verfestigt. Im ersten Quartal wuchs der Umsatz um über 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 1,633 Milliarden Euro. Der Kauf der Deutsche Wohnen trug mit 286 Millionen Euro zum Wachstum bei. Auch der operative Cashflow entwickelte sich stark um 44,2 % auf knapp 730 Millionen Euro. Das Ergebnis nahm der Konzern zum Anlass, um auch die ambitionierte Jahresprognose zu bestätigen. Mindestens 20 Prozent soll demnach das Wachstum von Umsatz und dem operativen Cashflow betragen. Laut Buch kann die Vonovia deswegen „aus einer Position der Stärke auf die aktuelle Marktlage reagieren“.

Die Vonovia Aktie befindet sich seit August letzten Jahres in der Krise. Auch die Übernahme der Deutsche Wohnen hat den negativen Trend bislang nicht umkehren können. Die Anleger scheinen stark verunsichert aufgrund der undurchschaubaren Marktlage. Dass der Chef in dieses Zeiten Optimismus verbreiten will erklärt sich von selber. Ja, die aktuellen Zahlen sind stark und das wird wohl auch dieses Jahr so bleiben. Interessant ist, was in den nächsten Jahren passiert, wenn sich die Effekte der jetzigen Krise wirklich zeigen. Ich bin gegenüber dem größten deutschen Immobilienkonzern daher momentan eher neutral und abwartend eingestellt.

Julian besitzt keine der im Artikel erwähnten Aktien.

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